Zutaten & Mengen
Dieses Gericht lebt von wenigen, aber intensiven Zutaten. Ich koche es besonders gern an Tagen, an denen ich Lust auf etwas Warmes, Cremiges und Herzhaftes habe, ohne lange in der Küche zu stehen.
Für den Tofu und die Soße:
• 425 g extra fester oder fester Tofu
• 2 Esslöffel Rapsöl oder Pflanzenöl
• 1 Prise Koschersalz
• 2 Esslöffel Kokosöl
• 1 Tasse Schalotten, dünn geschnitten
• 1 1/2 Esslöffel fein gehackter Ingwer
• 1 Tasse Kokosmilch (vollfett, aus der Dose)
• 2–3 Esslöffel Sambal Oelek
• 1 1/2 Esslöffel rote Currypaste
• 1 1/2–3 Teelöffel Kokoszucker oder brauner Zucker
• 1 Teelöffel gemahlener Koriander (optional)
• 1/2 Teelöffel Koschersalz
Zum Garnieren:
• Frühlingszwiebeln, dünn geschnitten
• Chiliflocken (optional)
• Gerösteter Sesam
Zubereitung im Überblick
Dieses Rezept ist eines meiner liebsten Tofu-Gerichte, weil es einfach funktioniert. Der Tofu wird außen goldbraun und leicht knusprig, innen bleibt er saftig. Die Soße ist cremig, würzig und leicht süßlich, mit genau der richtigen Schärfe. Während sie köchelt, füllt sich die Küche mit dem Duft von Ingwer, Kokos und Curry – du wirst sofort merken, dass etwas Gutes entsteht.
Wichtige Schritte für perfekte Textur
Der Schlüssel zu gutem Tofu liegt in der Vorbereitung. Drücke die überschüssige Flüssigkeit vorsichtig mit einem Küchentuch aus. Du musst ihn nicht zerdrücken, nur trocken genug bekommen, damit er später brät statt zu dampfen.
Schneide den Tofu in gleichmäßige Würfel, etwa 2 bis 2,5 cm groß. Erhitze das Pflanzenöl in einer beschichteten Pfanne oder Gusseisenpfanne auf mittelhoher Hitze. Gib den Tofu hinein, salze ihn leicht und lass ihn in Ruhe braten. Das ist wichtig. Wenn du zu früh wendest, bleibt er blass. Nach etwa drei Minuten pro Seite entsteht diese schöne, goldene Kruste, die ich jedes Mal feiere.
Nimm den Tofu aus der Pfanne und stelle ihn beiseite. Er kommt später zurück und saugt sich dann mit Soße voll – genau so soll es sein.
Aromatische Basis aufbauen: Schalotten, Ingwer und Kokos
In einer großen Pfanne erhitzt du das Kokosöl bei mittlerer bis niedriger Hitze. Gib die Schalotten hinein und lass sie langsam glasig werden. Sie sollen weich sein, nicht gebräunt. Dieser Schritt dauert ein paar Minuten, lohnt sich aber, weil er die Süße der Schalotten hervorholt.
Jetzt kommt der Ingwer dazu. Rühre ihn kurz unter, etwa 30 Sekunden bis eine Minute. Du wirst sofort diesen warmen, leicht zitronigen Duft riechen – genau dann ist er perfekt.
Cremige Kokossoße richtig abschmecken
Rühre nun Kokosmilch, Sambal Oelek, rote Currypaste, Zucker, gemahlenen Koriander (falls du ihn verwendest) und Salz ein. Erhöhe die Hitze leicht und lass die Soße sanft köcheln. Nach drei bis vier Minuten wird sie sichtbar dicker und glänzend.
Schmecke die Soße ab. Ich probiere an dieser Stelle immer zweimal. Manchmal braucht sie noch einen Hauch Süße, manchmal etwas mehr Schärfe. Vertrau deinem Geschmack.
Tofu und Soße zusammenführen
Schalte die Hitze aus und gib den gebratenen Tofu zurück in die Pfanne. Rühre vorsichtig um, damit die Würfel nicht zerbrechen. Der Tofu nimmt jetzt die cremige Soße auf, und genau das macht dieses Gericht so befriedigend.
Lass alles ein bis zwei Minuten stehen, bevor du servierst. So verbindet sich der Geschmack noch besser.
Häufige Fehler vermeiden
Ein paar Dinge, die ich über die Zeit gelernt habe:
• Tofu nicht trocken genug – dann wird er nicht goldbraun
• Zu hohe Hitze bei der Soße – Kokosmilch kann sich trennen
• Zu viel Sambal auf einmal – lieber langsam herantasten
• Tofu zu stark rühren – er bleibt schöner, wenn man sanft ist
Variationen und kreative Ergänzungen
Dieses Gericht lässt sich wunderbar anpassen:
• Füge Brokkoli, grüne Bohnen oder Paprika hinzu
• Ersetze Sambal Oelek durch Currypaste für mildere Schärfe
• Gib einen Spritzer Limettensaft für mehr Frische dazu
• Serviere alles über Reis oder Reisnudeln
• Streue Erdnüsse statt Sesam darüber für extra Crunch
Ich variiere das Rezept je nach Stimmung, und es funktioniert jedes Mal.
Servieren & Aufbewahren
Serviere den Tofu am besten heiß, direkt aus der Pfanne. Mit Frühlingszwiebeln, etwas Sesam und optionalen Chiliflocken sieht er nicht nur gut aus, sondern bekommt auch Textur.
Reste halten sich im Kühlschrank etwa zwei Tage. Beim Aufwärmen empfehle ich eine Pfanne bei niedriger Hitze, eventuell mit einem kleinen Schluck Wasser oder Kokosmilch, damit die Soße wieder schön cremig wird.
Nährwerte & Geschmack
Dieses Gericht ist pflanzlich, sättigend und ausgewogen. Der Tofu liefert Protein, die Kokosmilch sorgt für Fülle, und Ingwer sowie Chili bringen Wärme und Tiefe.
Geschmacklich erwartet dich:
• cremige, samtige Soße
• sanfte Süße
• angenehme Schärfe
• würziger Curry-Unterton
Es ist genau die Art von Essen, die beruhigt und gleichzeitig spannend bleibt.
Leserfragen zu diesem Gericht
Hier beantworte ich ein paar Fragen, die mir häufig gestellt werden.
Antworten zu Schärfe und Zutaten
Ist das Gericht sehr scharf?
Es ist moderat scharf. Wenn du empfindlich bist, beginne mit weniger Sambal Oelek und taste dich heran.
Kann ich normalen Zucker statt Kokoszucker verwenden?
Ja, brauner Zucker funktioniert wunderbar. Der Geschmack wird minimal weniger karamellig, aber immer noch sehr rund.
Welcher Tofu eignet sich am besten?
Extra fester Tofu ist ideal. Wenn du nur festen Tofu hast, drücke ihn etwas länger aus – dann klappt es genauso gut.
Wenn du cremige, würzige Gerichte liebst und Tofu einmal richtig genießen möchtest, ist dieses Rezept genau das Richtige. Ich greife immer wieder darauf zurück – und es enttäuscht mich nie.