Zutaten & Mengen
Dieser Kuchen lebt von seiner Einfachheit. Du brauchst keine exotischen Zutaten, nur eine gute Orange und einen Mixer. Genau das liebe ich an diesem Rezept.
• 1 große kernlose Orange, gewaschen und geviertelt (mit Schale)
• 3 große Eier
• 1 Tasse Zucker
• 1/2 Tasse neutrales Öl (z. B. Raps- oder Sonnenblumenöl)
• 1 1/2 Tassen Weizenmehl
• 2 Teelöffel Backpulver
• 1/4 Teelöffel Salz
• 1 Teelöffel Vanilleextrakt
Zubereitung im Überblick
Dieser Orangenkuchen ist ein typischer „Alles-in-den-Mixer“-Kuchen, der trotzdem wie ein liebevoll gebackener Sonntagskuchen schmeckt. Während der Ofen vorheizt, ist der Teig in wenigen Minuten fertig. Der Duft, der beim Backen entsteht, ist intensiv, frisch und leicht karamellig – du wirst ihn in der ganzen Küche wahrnehmen.
Wichtige Schritte für ein perfektes Ergebnis
Heize den Ofen auf 175 °C vor und bereite deine Kastenform sorgfältig vor. Ich fette sie ein und lege zusätzlich Backpapier hinein, so lässt sich der Kuchen später ganz entspannt herausheben.
Die Orange solltest du wirklich gründlich waschen, da die Schale komplett mitverwendet wird. Schneide sie in Viertel und achte darauf, eventuelle Kerne zu entfernen – sie würden sonst bitter schmecken.
Gib Orange, Eier, Zucker, Öl und Vanille in den Mixer und mixe alles so lange, bis eine glatte, cremige Masse entsteht. Die Farbe wird leicht orange und du merkst sofort diesen frischen Zitrusduft.
In einer separaten Schüssel vermischst du Mehl, Backpulver und Salz. Gieße dann die Orangenmasse dazu und rühre vorsichtig, nur so lange, bis sich alles verbunden hat. Ich stoppe immer lieber etwas zu früh als zu spät – zu viel Rühren macht den Kuchen kompakt.
Fülle den Teig in die Form, streiche ihn glatt und schiebe ihn in den Ofen. Nach etwa 45 bis 50 Minuten sollte er goldgelb sein. Ein Holzstäbchen, das sauber herauskommt, ist dein Zeichen.
Marinieren der Aromen: warum die ganze Orange den Unterschied macht
Die Schale der Orange ist hier der heimliche Star. Sie gibt dem Kuchen Tiefe, leichte Bitterkeit und ein intensives Aroma, das du mit Saft allein nie erreichen würdest.
Ich war anfangs skeptisch, aber genau diese Methode macht den Kuchen so besonders. Beim Backen wird die Schale mild, fast marmeladig, und verbindet sich perfekt mit Zucker und Vanille.
Häufige Fehler vermeiden
• Ungewaschene Orange verwenden – das kann den Geschmack ruinieren
• Zu lange mixen, nachdem Mehl im Spiel ist
• Den Kuchen zu früh aus der Form lösen – er braucht etwas Zeit zum Setzen
• Zu dunkle Orange mit sehr dicker Schale verwenden, sie kann bitter sein
Wenn du unsicher bist, wähle lieber eine Bio-Orange mit dünner Schale.
Variationen und kreative Ergänzungen
Dieser Blenderkuchen ist eine wunderbare Basis.
Du kannst:
• etwas Zimt oder Kardamom für Wärme hinzufügen
• einen Teil des Zuckers durch braunen Zucker ersetzen
• nach dem Backen einen leichten Orangen-Zuckerguss auftragen
• den Kuchen mit gemahlenen Mandeln oder Puderzucker bestäuben
• kleine Schokostücke unterheben, wenn du es etwas üppiger magst
Ich mag ihn am liebsten ganz pur, frisch geschnitten, mit einer Tasse Kaffee.
Servieren & Aufbewahren
Der Kuchen schmeckt lauwarm genauso gut wie komplett ausgekühlt. In Scheiben geschnitten bleibt er in einer gut verschlossenen Dose zwei bis drei Tage saftig. Tatsächlich finde ich, dass er am zweiten Tag sogar noch aromatischer ist.
Du kannst ihn auch einfrieren. Einfach in Scheiben schneiden, einzeln verpacken und bei Bedarf kurz auftauen lassen.
Nährwerte & Geschmack
Dieser Kuchen ist kein Diätkuchen, aber ein ehrlicher Genuss. Durch die Orange bringt er Frische, das Öl sorgt für Saftigkeit, und die Eier geben Struktur.
Geschmacklich ist er:
• saftig und weich
• intensiv nach Orange
• leicht süß, nicht schwer
• wunderbar ausgewogen
Er wirkt simpel, schmeckt aber erstaunlich komplex.
Leserfragen zu diesem Kuchen
Hier beantworte ich die häufigsten Fragen, die mir zu diesem Rezept gestellt werden.
Antworten zu Orange, Bitterkeit und Konsistenz
Schmeckt der Kuchen bitter wegen der Schale?
Nein, wenn du eine gute, reife Orange verwendest, wird der Geschmack angenehm aromatisch, nicht bitter.
Kann ich den Kuchen auch ohne Mixer machen?
Theoretisch ja, praktisch verliert er etwas von seiner besonderen Textur. Der Mixer sorgt dafür, dass die Schale fein verteilt wird.
Welche Form eignet sich noch?
Du kannst den Teig auch in einer Springform backen. Die Backzeit verkürzt sich dann leicht, also behalte ihn im Auge.
Wenn du einmal gesehen hast, wie einfach dieser Kuchen gelingt, wirst du ihn immer wieder backen. Ich tue es jedenfalls – oft spontan, wenn ich eine Orange übrig habe und Lust auf etwas Warmes aus dem Ofen.